70 Jahre Salzburger Adventsingen – Bericht von Pressekonferenz

Zum diesjährigen Jubiläumswerk „Gib uns Frieden!“, bei dem neben dem biblischen Geschehen eine fiktive Entstehungsgeschichte des Salzburger Adventsingens erzählt wird, fand die Pressekonferenz im Großen Festspielhaus statt. Am Freitag, 25.11.2016, feiert das neue Werk Premiere.

Hans Köhl (Künstlerische Gesamtleitung), Caroline Richards (Schauspiel- und Lichtregie), Klemens Vereno (Komponist), Herbert Böck (Dirigent), Dietmar Solt (Bühnenbild, Projektionen), Hellmut Hölzl (Kostüm- und Maskenbildner) und Stefan Sperr (Gesamtleitung, Administration) gaben gemeinsam mit den Hauptdarstellern Simone Vierlinger (Maria), Bernhard Teufl (Josef), Theo Helm (Tobi, Vogelfänger) und Susanna Szameit (Anette, Erzählerin) Einblicke in die Neuinszenierung.

Gesamtleiter Hans Köhl eröffnete die heutige Pressekonferenz mit einer kurzen Einführung in die Geschichte des Salzburger Adventsingens. Entstanden vor 70 Jahren, reichen Elemente dieser Traditionsveranstaltung wie das Hirtenspiel, noch etwas weiter zurück, nämlich bis ins Jahr 1932 zu einem Riederinger Weihnachtsspiel von Annette Thoma. Reiser lernte diese spätere Grand Dame des religiösen Volksliedes in dieser Zeit kennen. Eine gute Seelenverwandtschaft bildete die Basis für eine bis zu ihrem Lebensende im Jahr 1974 andauernde Freundschaft der beiden. Im diesjährigen Adventsingen fassen beide den Entschluss, so etwas wie ein Adventsingen zu veranstalten…

Susanna Szameit übernimmt die Rolle der Annette, die sie als „hochinteressante Persönlichkeit“ beschreibt, und schlüpft dabei auch in die Rolle der Erzählerin auf der Bühne. Die Rolle des Tobi als auch die von Tobi als Vogelfänger übernimmt Theo Helm, der nicht nur das Zusammenspiel der Kinder genießt, sondern es sehr spannend findet, von Tobi in die Figur des Vogelfängers zu wechseln.
Maria und Josef werden in bewährter Weise wieder von Simone Vierlinger und Bernhard Teufl verkörpert. „Ich finde es jedes Jahr aufs Neue spannend, die Figur der Maria immer wieder neu zu darzustellen und auch zu finden.“, erzählt Simone Vierlinger begeistert. Bernhard Teufl spricht davon, wie wichtig der Moment auf der Bühne ist, wenn das Publikum durch die Musik berührt wird – dabei geht es um „das größere Ganze“.

„Back to the roots“ lautet das Motto von Regisseurin Caroline Richards. Es geht vor allem darum, die Einfachheit zurück auf die Bühne zu holen. Dieses Element spiegelt sich ebenso in den Kostümen wieder. „Es muss eine Schlichtheit transportiert werden, jedoch darf man dabei niemals auf die technischen Fähigkeiten, die ein Kostüm haben muss, vergessen.”, sagt Kostümbildner Hellmut Hölzl. Die Gestaltung des Bühnenbildes liegt wieder in den Händen von Dietmar Solt. Die Bühne stellt Salzburg 1946 dar, auf der das Glockenspiel, der Dom, das Salzburger Heimatwerk, die Kulissen von Untersberg und Gaisberg sowie die Silhouette der Michaels-Kirche zu sehen sind.

Für das musikkompositorische Werk zeichnet Klemens Vereno verantwortlich, der auch alte Werke überarbeitet und daraus etwas Neues gemacht hat. Er schaffte es, einen spannenden Bogen zwischen der Gegenwart und 1946 herzustellen. Man bediente sich alter Liedaufzeichnungen aus Unterlagen von damals, um auch die Gründungsintentionen miteinbeziehen zu können. „So ist es möglich, eine musikszenische Wirkung hervorzurufen.”, erzählt Klemens Vereno. Dirigent Herbert Böck betont die enorme Herausforderung, welche heuer aufgrund der verschiedenen Positionen der Musiker auf der Bühne, gegeben ist.

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Präsentation Fotoausstellung
„BITTE LÄCHELN!“
70 Jahre Kunstfotografie

Das Salzburger Adventsingen gibt im Jubiläumsjahr exklusive Fotoeindrücke aus seiner Geschichte. Die Ausstellung mit dem Titel „BITTE LÄCHELN! – 70 Jahre Kunstfotografie“ findet von 23.11.– 11.12.2016 im Foyer des Großen Festspielhauses statt. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit Leica erstellt und wird von Hahnemühle unterstützt. Bei Leica liegt der Fokus besonders auf humanistischer, menschenzentrierter Fotografie: die Kunst des genauen Sehens. Speziell beschichtetes Künstlerpapier der Firma Hahnemühle verleiht den Motiven einzigartige Tiefe und Ausstrahlung.

Fotos: Salzburger Adventsingen

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg