25 Jahre Kinderhort-Geschichte in Prien a. Chiemsee – Feier im „Wirbelwind-Haus“

Der Caritas Kinderhort in Prien mit 20 Betreuungsplätzen für Schulkinder direkt am Bahnhof ist 25 Jahre jung – und feierte dies gemäß seinem Hausnamen „Wirbelwind“ mit fröhlichem Selbstbewusstsein.

Das Besondere: der Rückblick auf 25 Jahre Hortgeschichte ist auch 25 Jahre Anvertrauen an Leiterin Brigitte Mrasek und ihrer stets zur Seite stehenden Kraft Andrea Körner. Deren Silber-Jubiläum ist wohl ein fester Pfeiler für das von außen wirkende kleine Haus mit drinnen überraschend vielen Räumlich- und Annehmlichkeiten.

Eröffnet wurde der Kinderhort 1990 und offiziell eingeweiht wurde er im April 1991. Als Träger stellte sich der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V. zur Verfügung. Die ersten Räumlichkeiten befanden sich im Gebäude der „Alten Post“, welches von der Marktgemeinde Prien unter der damaligen Leitung von Ersten Bürgermeister Lorenz Kollmannsberger zur Verfügung gestellt wurde. Die kirchliche Einweihung wurde vom damaligen Priener Pfarrer Josef Preis vollzogen. In den 25 Jahren ist der Wirbelwind-Hort zu einer Institution geworden, heute nicht mehr in der „Alten Post“, sondern am Bahnhhofsplatz 1. Wie es mit dem Kinderhort „Wirbelwind“ weiter geht, lässt sich nicht auf ewig voraussagen, unter anderem spielen dabei auch große Bahnhofs-Umgestaltungs-Pläne der Gemeinde und die Gesamt-Planungen für Kinderhort-Plätze in Prien eine Rolle. Zweiter Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster, der dem Jubiläum beim Tag der offenen Tür beiwohnte, überbrachte die herzlichsten Wünsche der Marktgemeinde und brachte in seinen Gesprächen zum Ausdruck, dass das Wohl einer Gemeinde mit gut betreuten Kindern beginnt.

Führung am Jubiläumstag durch den Kinderhort

Den Tag der offenen Tür hatte der Kinderhort von der Leitung bis zum jüngsten Kind bestens vorbereitet. Hochmotivation pur spürte man gleich nach dem das farbenfrohe Gartenzauntürl durchschritten war. „Grüß Gott, ich bin die Klara und acht Jahre alt. Ich zeige Ihnen jetzt unser Haus und bitte kommen Sie mit“. Die Klara führte sodann auf den ersten Stock und erklärte die an der Treppe hängenden Kostüme in blau, grün und gelb. „Das sind die Kostüme von unserem Theaterstück zur Geschichte von der Moldau und das ist das Kleid von meiner besten Freundin.“ – so die liebe Klara. In der Führung folgen das Pausenzimmer, in dem vorwiegend Hausaufgaben gemacht werden, aber dort wird auch gerne gemalt und gelesen. Und das nicht nur zu Schulzeiten, sondern auch zum Teil in den Ferien wie im Fasching und an Ostern (in den Ferienzeiten gibt es in der Regel kreative Projekte wie Film-Drehen, Foto-Geschichten, Hunderwasser-Studien oder Theater-Spielen). Im nächsten Zimmer, das die liebe Klara zeigt, finden sich Nähmaschine und weitere Hilfen zur handwerklichen Ertüchtigung. Es folgt ein weiterer Werkraum für Tüftler und Bastler, Kreative können hier Hämmern, Sägen und noch viel mehr. Eine weitere Überraschung gibt es dann im Schachzimmer, dort warten und erwarten Levi, Eric, Ruben und Jakob Gäste, die es mit ihnen aufnehmen können. „Nicht alle können Schach, aber wer es gerne lernen will, dem erkläre ich es“, so Levi, der auch einige Partien zu spielen bekam – und immer gewann. Ein eigener Raum sind natürlich auch die Plätze für die Mittagsversorgung, die Dank des Priener Regionalmarktes bestens gelöst werden kann. Beim Eingang zu diesem Raum ist es auch möglich, sich ins Gästebuch einzutragen oder Postkarten oder eine mit viel Liebe zum Detail hergestellte Jubiläumsausgabe der Wirbelwind-Chronik mit 25 Jahre reich bebildertem Rückblick. Diese Broschüre ist nicht nur ein Nachschlagwerk für viele Erinnerungen, sondern auch ein Spiegelbild der vielen Dirndl und Buam, die in den 25 Jahren im Kinderhort aus- und eingingen und auch jetzt zum Jubiläum als erwachsene Familien-Vorstände wieder kamen. „Wirbelwind“ – so lautet der Kinderhort-Name, und das zurecht. Denn Hort-Personal ebenso wie die betreuten Kinder waren ob ihres langjährigen Miteinanders und im Sinne des Jubiläums aufgewirbelt. Ganz im Sinne des Tages der offenen Tür und der Chronik, der auf der letzten Seite mit erlebten Lustig-Situationen endet, unter anderem mit Kindermund-Witzen. Die empfehlenswerte Jubiläums-Ausgabe kann im übrigen noch im Caritas-Kinderhort am Bahnhofplatz 1, Telefon 08051-2179 erworben werden.
Fotos: Hötzelsperger – 1. Freuten sich miteinander über das Silber-Jubiläum beim Priener Kinderhort von links: Andrea Körner, Leiterin Brigitte Mrasek und Zweiter Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster mit einigen Kindern.
Nähere Informationen: www.caritas-rosenheim.de

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg