24.000 Euro Spende für Irmengard-Hof

75 Teilnehmer am Start für 24.000 Euro-Spende zugunsten des Irmengard-Hofs und Special Olympics Bayern. Das Gewinner Team kommt von Ralph Denk Sport aus Raubling.

Sie waren am schnellsten: Veronika Siflinger-Lutz, Michael Jentges und Markus Emmerich vom Team Ralph Denk Bikestore aus Raubling machten das Rennen um die Pokale beim 1. Benefiz-Triathlon am Samstag, 30. Juli 2016, am Landgasthof Schalchenhof in Gstadt am Chiemsee. Insgesamt war es ein strahlender Sommertag, an dem es nur Gewinner gab! Denn der Erlös aus den Startgeldern der insgesamt 24 Firmenteams geht an den Irmengard-Hof der Björn Schulz Stiftung und an Special Olympics Bayern. Den Spendenscheck über 24.000 Euro nahmen Magdalena Neuner, Schirmherrin des Irmengard-Hofs, und Seine Königliche Hoheit, Leopold Prinz von Bayern, Sonderbotschafter von Special Olympics, entgegen.

„Uns hat das eine große Freude gemacht, denn es war ja für einen guten Zweck“, sagte Vroni Siflinger-Lutz vom Siegertrio. So erging es auch den Teams auf dem zweiten und dritten Platz von Premium Cars aus Rosenheim und New Wave GmbH (CRAFT) aus Oberaudorf. Ehrenamtlich an den Start gegangen war zudem ein 25. Team, das sich aus drei Schülern vom Edith-Stein-Gymnasium in Bretten bei Karlsruhe zusammensetzte. Sie engagieren sich seit Jahren für den Irmengard-Hof und hatten erneut eine Spende über 1.500 Euro von ihrer Schule mitgebracht.

Den Anpfiff machte Magdalena Neuner, zwölffache Weltmeisterin und Olympiasiegerin, die sich seit Jahren für den Irmengard-Hof, dem Erholungshaus für Familien mit schwer kranken Kindern und Kindern mit Behinderung ehrenamtlich einsetzt. Die Schwimmer starteten am Ufer vom Schalchenhof und schwammen rund 750 Meter zum weiter nördlich gelegenen Ufer am Irmengard-Hof. Dort wurde an die Radler abgegeben. Sie hatten eine Strecke von 42 Kilometer vor sich, die es in sich hatte. Aufgrund der Regenfälle in den vergangenen Tagen waren die Wege teils überschwemmt. Abhilfe schaffte die Gemeinde Gstadt, die an den kritischen Stellen kurzerhand jede Menge Kies aufschütten ließ. Auch die Gemeinde hatte zwei Teams ins Rennen geschickt, Bürgermeister Hainz von Gstadt: „Das ist Ehrensache, dass wir da mitmachen!“

Den letzten Part des Triathlons übernahmen die Läufer, sie hatten neun Kilometer zu bewältigen. Wer als erster ins Ziel kam, hatte gewonnen! „Das war eine tolle Premiere und hat allen großen Spaß gemacht“, freute sich Ex-Skilangläufer Tobias Angerer, ebenfalls Botschafter des Irmengard-Hofs, der mit seiner Frau Romy und Stefan Namberger von der Stadt Traunstein an den Start gegangen war (Platz 7). „Wir danken allen, die sich heute für die gute Sache ins Zeug gelegt haben und die mitgeholfen haben, dass dieser Tag so gelungen ist“, dankte Bärbel Mangels-Keil, Sprecherin des Vorstands der Björn Schulz Stiftung, allen Akteuren und Unterstützern.

Den 1. Benefiz-Triathlon und damit die Spenden möglich gemacht hatte Willi Bonke vom Auto Eder aus Kolbermoor. Er hatte zusammen mit seiner Mannschaft sowie mit Ulrike Baumgartner und Angelika Lorenz vom Irmengard-Hof die Organisation des Tages in Händen und lud anschließend die rund 250 Teilnehmer, Sponsoren, Partner und Gäste zu einem Grillfest am Schalchenhof ein. Chefin Justina Bichler und ihr Team servierten Leckereien vom Grill und Steckerlfisch. Kräftig in die Pedale getreten hatten schließlich auch die Besucher am Informationsstand der Bayernwerke, die ebenfalls ein Team gestellt hatten (Platz 13). Für jeden der insgesamt 950 „erradelten“ Kilowattstunden spendete das Bayernwerk einen Euro an den Irmengard-Hof.

Über die Björn Schulz Stiftung
Der Leitsatz der Stiftungsarbeit lautet: „Wenn ein Kind schwer erkrankt, ist immer die gesamte Familie betroffen“. Seit 1996 bietet die Björn Schulz Stiftung Hilfe für krebs- und chronisch kranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und deren Familien mit bundesweiten Projekten der ambulanten und stationären Betreuung. Die Arbeit der Björn Schulz Stiftung wird zu einem großen Teil aus Spenden finanziert. Die Stiftung ist Träger des DZI-Spendensiegels und bereits mehrfach regional und überregional für ihre Arbeit ausgezeichnet worden. In Bayern unterhält die Stiftung den Irmengard-Hof in Gstadt am Chiemsee, auf dem sich vor allem Familien mit schwerstkranken Kindern und auch Geschwisterkinder erholen können.

Über den Irmengard-Hof
Der Irmengard-Hof ist das Erholungshaus der Björn Schulz Stiftung für schwer kranke Kinder und ihre Familien in Gstadt am Chiemsee. Der landschaftlich traumhaft gelegene Irmengard-Hof ermöglicht seinen Gästen individuellen Rückzug. Hier ist Zeit und Raum für Austausch und Begegnung in der Familie oder mit Gleichaltrigen, um für die Bewältigung einer herausfordernden Lebenssituation neue Kraft, Selbstvertrauen und Lebensfreude zu schöpfen. Spezielle Angebote wenden sich an die gesamte Familie sowie an Geschwisterkinder. Ebenso finden Mütter von pflegebedürftigen Kindern in Auszeit-Wochenenden mal wieder etwas Zeit für sich selbst. Den Gästen stehen 24 Zimmer mit rund 90 Betten sowie vielfältige Gemeinschaftsräume und eine großzügige Gartenanlage mit Tiergehege sowie Spiel- und Bolzplatz zur Verfügung.

www.irmengard-hof.de

Andrea Aschauer

Nachrichten