150 Jahre Sparkasse in Prien – Jubiläumsveranstaltung

Vier Standorte und vier Währungsreformen – das sind nur zwei von vielen Zahlen und Geschehnissen, die in den letzten 150 Jahren die Existenz und das Wirken der Sparkasse in Prien prägten. Dieses Jubiläum war guter Anlass für die Sparkassen-Verantwortlichen von heute, um in einem Festzelt mit Ehrengästen und Kunden zu feiern und eine Ausstellung in den Geschäftsräumen zusammenzustellen. Die Priener nahmen zahlreich und interessiert Anteil an den Angeboten des etablierten Geld-Institutes.Eingangs seiner Begrüßungsworte erinnerte Alfons Maierthaler als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, der die Hauptgeschäftsstelle Prien zugehörig ist, an eine erstaunliche Entwicklung. „Veränderungen in der Gesellschaft, in der Weltwirtschaft sowie der technische Fortschritt lassen uns heute vernetzt, digital und interaktiv tätig sein, seit 1866 arbeiten die Mühlen schneller, Vieles haben wir erlebt und hat sich überdauert und Vieles konnten wir mitgestalten“, so Maierthaler, der noch informierte, dass die Sparkasse viermal in Prien umgezogen ist. Beginn war bei Johann Dettendorfer im Schwarzhaus am Marktplatz, 1936 wurde das Kimmich-Anwesen in der Schulstraße bezogen, 1953 gab es neue Büro- und Schalterräume im Hotel Post in der Hochriesstraße und in der gleichen Straße wurde der heutige Bau 1977 erstellt. „Gulden, Mark, Reichsmark, D-Mark und seit 2002 der Euro waren und sind unsere Währungen in Prien, das 1866 gerade mal 900 Einwohner hatte und damals von Landwirtschaft und kleinem Gewerbe geprägt war. Aufschwünge gab es 1860 mit der neuen Bahnlinie München-Salzburg, mit der Chiemsee-Schifffahrt und mit dem Beginn der Sommerfrische sowie 1897 mit der Erhebung des Dorfes zum Markt“. Wie Maierthaler weiter ausführte schlossen sich 1924 die Rosenheimer und Priener Sparkasse zusammen, 1929 wurde ein Zweckverband geschlossen mit der Hauptzweigstelle Prien. „Prien war uns ist ein wichtiger Brückenkopf sowie ein Anker für die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling und Prien ist heute ein modernes Geld-Institut und ein zentraler Ort im westlichen Chiemsee-Gebiet. Pfarrer, Lehrer und viele Leute in 150 Jahren haben der Sparkasse von Anbeginn aber auch ein menschliches Gesicht gegeben, dafür allen bisherigen und heutigen Beschäftigten mein herzlicher Dank“ – so der Vorstandsvorsitzende. Landrat Wolfgang Berthaler, stellvertretender Verwaltungsrats-Vorsitzender, begann sein Grußwort mit der Information, dass er nach seiner 1973 begonnenen Banklehre ein halbes Jahr in der Sparkassen-Kreditabteilung in Prien ausgeholfen hatte. „Vor 150 Jahren ging in Amerika der Bürgerkrieg zu Ende, das Dynamit wurde gerade erfunden und zuletzt konnte von der Sparkasse die internationale Bankenkrise umschifft werden, wünschen wir uns, dass die Sparkasse als Regionalbank auch fortan in der Region für die Region erfolgreich tätig ist“, sagte der Landrat des Landkreises Rosenheim. Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner überbrachte die Glückwünsche des Freistaats Bayern und er erinnerte daran, dass sich in Bayern mit den Großbanken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen ein stabiles, dreiteiliges Bankensystem auch in Krisenzeiten bewährt hat. Die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling in Prien ist für Bürgermeister Jürgen Seifert mehr als nur ein einfaches Bank-Institut für Sparen und Geldverleihen. „Das Fundament der Sparkasse ist ihre Basis zur Bevölkerung, zum Bürger, zur Kultur, zu den Vereinen und zur Vereins- und Dorfjugend, bei der guten wirtschaftlichen Entwicklung von Prien war die Sparkasse immer schon ein Erfolgsgarant als enger Partner“ – sagte der Bürgermeister, der noch darauf hinwies, dass das heutige Sparkassengebäude eine wesentliche Bedeutung bei der Neugestaltung des Bahnhofs-Umfeldes spielen werde. Seifert beendete sein Grußwort mit der Aussage: „Für die Gemeinde Prien gilt das Motto: wenn´s um Geld geht – Sparkasse!“.

Alexander Hagenbrock als Leiter der Geschäftsstelle sprach auch im Namen von Gebietsvertreter Markus Ostermaier von den gut ausgebildeten Mitarbeitern, die ihren lieb gewonnenen Kunden gerne begegnen und stets die Nähe zu Priener Institutionen und Vereinen suchen, stellvertretend nannte er die anwesenden Vertreter vom Radfahrverein Prien, vom Verein „Leben mit Handicap“, vom Lions-Club Prien, vom Segel-Club Prien, vom TuS-Prien, vom Trachtenverein Atzing, von der Laienstiftung Prien, von der Priener Marketing Gesellschaft, von fast allen Priener Schulen und von Sportreferent und Dritten Bürgermeister Alfred Schelhas. Weitere Ehrengäste unter der großen Schar der Geladenen waren unter anderem Pfarrer Klaus Hofstetter von der Katholischen Pfarrgemeinde und Mirko Hoppe von der Evangelischen Kirchengemeinde, Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer als Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling sowie Alt-Landrat Joses Neiderhell. Nach den Grußworten gab es kulinarische Köstlichkeiten durch den Schalchenhof von Gstadt, eine vom Landrat angeschnittene und vom Priener Cafe Neuer gefertigte Geburtstags-Torte, Musik der Gruppe „The Magics“ mit Werner Schumann, der selbst 12 Jahre Leiter der Priener Sparkasse war, ein Schminken und Luftballonkünste für Kinder und eine Ausstellung. In dieser konnten sich die Besucher von den Sparkassen-Mitarbeitern zahlreiche Dokumente aus den eineinhalb Jahrhunderten des Sparkassen-Bestehens bis hin zu Bilder-Erinnerungen von der Hebfeier des jetzigen Sparkassen-Gebäudes im Jahr 1977 erläutern lassen. Diese Ausstellung ist auch noch in nächster Zeit zu den gewohnten Öffnungszeiten zu besichtigen.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke den 150-Jahr-Jubiläumsfeierlichkeiten der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling in Prien

-weitere Bilder siehe auf vorherigen Beiträgen auf www.samerbergernachrichten.de-

Nähere Informationen: www.spk-ro-aib.de

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg