Firmung in der Katholischen Kirche in Aschau

26 Mädchen und 22 Burschen empfingen in der Aschauer Pfarrkirche aus der Hand von Abt em. Dr. Gregor Zasche von der Benediktinerabtei Schäftlarn das Sakrament der Firmung. Gemeindeassistentin Regina Mayer und die 18 Firmhelferinnen hatten die Firmlinge mehrere Monate auf diesen großen Tag vorbereitet.

Kein Bereich eines möglichen Engagements in der kirchlichen und weltlichen Gemeinde blieb bei diesen Vorbereitungen ausgespart. Das größte Aufsehen erregte dabei über Aschau und das Priental hinaus die Gruppe, die Prominente, wie Wirtschaftsministerin Ilse Aigner um ein selbstgezeichnetes Selbstporträt bat (wir berichteten) und diese Porträts dann versteigerte. Sogar bis ins Bayerische Fernsehen schaffte es diese Idee der Aschauer Firmgruppe. Der Erlös dieses Projekts geht an die Aktion „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks. Aber auch die anderen sechs Gruppen setzten ihr soziales Engagement und ihre Verantwortung als Christen in die Tat um. Sie gingen zum Kaffeeklatsch mit selbstgebackenem Kuchen ins Seniorenheim, sie packten Päckchen für junge Leute in Rumänien und halfen beim Verladen mit, sie verkauften Waffeln und Punsch beim Vorsilvesterlauf, sammelten Lebensmittel für die Tafel in Prien, trafen sich zu Spiel und Spaß mit Flüchtlingskindern und machten einen Besuch bei der Hexengruppe im Behandlungszentrum in Aschau. Neben diesen großen Projekten trafen sich die Jugendlichen in den Gruppenstunden miteinander. Gemeinsam mit ihren Firmgruppenleiterinnen tauschten sie sich über ihren Glauben aus, diskutierten und vertieften durch den gemeinsamen Gottesdienstbesuch ihre Erfahrungen. In zwei Großgruppentreffen bereiteten sie sich noch mal intensiv auf die Firmung vor.
„Seht im Heiligen Geist euren wichtigsten Nothelfer“, so Abt Dr. Zasche zu den 48 Burschen und Mädchen in seiner Firmpredigt, „aber erwartet nicht, dass er euch an den Haaren aus jedem Schlamassel herauszieht; der Heilige Geist ist kein Heinzelmännchen und kein Pumuckl, er nimmt euch keine Schwierigkeiten ab, er leistet bestenfalls Hilfe zur Selbsthilfe“. Der Heilige Geist sei einem Navi im Auto vergleichbar, das dem Fahrer den Weg angibt, aber fahren muss jeder für sich alleine, gab der Benediktinerabt den Firmlingen mit auf den weiteren Lebensweg. Den feierlichen Gottesdienst zelebrierte der Kardinal zusammen mit Pfarrer Johannes Palus und den Geistlichen des Oberen Prientals. Die musikalische Gestaltung übernahm ein Projektchor zur Firmung unter der Leitung von Christine Klinger. Nach dem Gottesdienst waren die Firmlinge und ihre Paten zusammen mit den Eltern zu einem Empfang im Pfarrheim geladen. Beim Empfang nutzten viele der Jugendlichen und Erwachsenen die Gelegenheit zu einem Gespräch und Gedankenaustausch mit dem Abt und den Geistlichen.

Bericht und Fotos: Heinrich Rehberg

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg