Danke von Chiemgauer Rumänienhilfe – ein Jahr nach Kinderheim-Brand

Liebe Freunde der Rumänienhilfe Ramsau, vor einem Jahr berichtete ich von dem Feuer im Kinderheim „Casa Ray“ in Dobreni. Dank Eurer Sach- und Geldspenden konnten wir auch mithelfen dort die große Not zu lindern.

Im Sommer ermöglichten wir den Kindern eine schöne Ferienfreizeit, in der sie dieses Unglück verarbeiten und vergessen konnten. Nun bekam ich von den Heimeltern diesen Brief über die geleistete Aufbauarbeit. Auch auf den angehängten Bildern ist es gut zu sehen, welche unglaublichen Leistungen erbracht wurden. Es wäre mir eine große Freude, wenn wir dieses Haus auch in Zukunft unterstützen und fördern könnten, denn dort sind die Kinder nicht nur gut versorgt, sondern lernen auch sehr viel für ihr späteres Leben. Davon konnte ich mich, mit einigen aus unserem Freundeskreis schon mehrmals persönlich überzeugen. Herzlichen Dank für Eure Hilfe und auch noch ein gesegnetes neue Jahr 2017

wünscht Euch Hans Alt
info@rumaenienhilfe-ramsau.de
Tel.: +49 (08072) 3193
Fax: +49 (08072) 2719

Bericht aus Rumänien:

1 Jahr nach dem großen Brand

Am 5. Januar 2016 um 10:45 Uhr wurden wir von einem schweren Schicksalsschlag überrascht, mit dem wir nie im Leben gerechnet haben. Weil es jedoch nicht immer so kommt, wie wir denken und wollen, mussten wir auch die Erfahrung dieses verheerenden Brandes erleben.

Jetzt, nur ein Jahr später, wenn wir zurückblicken, können wir nur bestätigen was in der Bibel geschrieben steht. „Alle Dinge geschehen zum Besten denen, die Gott lieben Röm.8,28

Zuerst waren wir sehr traurig und besorgt. Als wir jedoch sahen, wie viele Menschen Gott verwendete, um uns helfend zur Seite zu stehen, verstanden wir auch den Zweck dieses Unglücks und hatten vor allen wieder neue Kräfte. Gott hatte für das „Casa Ray“ etwas viel besseres vorbereitet, als wir es bis zu diesem Zeitpunkt hatten.

Aufgrund der neuen gesetzlichen Bestimmungen für Bauvorhaben, mussten die Neubauten, die wir bauen wollten und auch schon gebaut haben, den neuesten Standards entsprechen. So dass an Stelle der alten und auch etwas maroden Gebäude, die vom Feuer zerstört wurden, richtige „Festungen“ entstanden, die Gott uns gab. Anstelle von kleinen und engen Räumen gab Gott uns große und nützliche Zimmer. Neben allen administrativen Bereichen die verbrannten gab Gott uns einen zusätzlichen Raum für sportliche Aktivitäten im Winter und auch einen großen Saal für Sitzungen die wir bei verschiedenen Gelegenheiten im Laufe des Jahres haben. Zum Beispiel, wenn wir Besuch von größeren Gruppen bekommen, wenn wir Treffen mit den Kindern aus dem Dorf veranstalten oder zu Feierlichkeiten für Weihnachten und Ostern.

Nur ein Jahr nach dem traurigen Ereignis können wir sagen, dass mehr erreicht wurde, als wir je erwartet haben. Auch wenn es noch viele Dinge zu tun gibt und vor allem noch viele Rechnungen zu bezahlen sind, die Tatsache, dass die neuen Gebäude stehen, verputzt und eingedeckt sind, dass die Fenster und Außentüren eingebaut sind, die Heizungs- Sanitär- und Elektroarbeiten weitestgehend fertig, sowie die vorgeschriebenen Rauchmelder eingebaut und einige Zimmer auch schon fertig sind, ist das für uns eine sehr große Sache und dafür möchten wir uns bei Ihnen allen bedanken.

Sie kennen sicher auch dieses Sprichwort,“ Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ Vielen Dank, dass Sie mit uns waren und halfen, den 21 Kindern, die wir zur Zeit in Pflege haben eine Familie zu geben. Vielen Dank auch schon im Voraus, dass Sie weiter bei uns sein werden, um dieses Projekt zu vollenden.
Wir und die Kinder beten, dass Gott Sie segnet. Mit ein paar Bildern wollen wir Ihnen zeigen, was wir gemeinsam erreicht haben.

Die Kinder und das Team vom „Casa Ray“.

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg