100 Kinder und Jugendliche beim Bezirksjugendtag vom Waldgau

Dem Trachtlernachwuchs gehörte die Bühne.  Jugend sang, musizierte und tanzte im Gedächtnis an Ferdinand Neumaier – erfolgreicher Bezirksjugendtag in Kirchberg mit 100 Kindern und Jugendlichen.Vor 125 Jahren wurde der wohl berühmteste Sohn Kirchbergs, Ferdinand Neumaier, das Licht der Welt. Ihm zu Ehren wurde bereits Anfang September mit einem Gedenkgottesdienst und einem Gedächtnissingen gedacht. Einmal mehr war es nun die Jugend, die dem bekannten Komponisten der „Waldlermesse“ beim zehnten Bezirksjugendtag der Trachtenjugend im Bayerischen Waldgau, der in der St.-Gotthard-Schule in Kirchberg im Wald stattfand, huldigte. Die Grußworte des ausrichtenden Vereins, „Gotthardsbergler“ Kirchberg sprach Vorsitzender Max Schiller, verbunden mit dem Dank an alle Helfer, sowie der Gemeinde und Schulleitung für die Überlassung der Aula. „Wer hätte je gedacht, dass so viele Kinder selbst an einem Sonntagnachmittag gerne in die Schule gehen.“, meinte Bürgermeister Alois Wenig humorvoll angesichts der rund 100 Kinder und Jugendlichen, die die Schulaula bevölkerten. Sein Dank galt vor allem der örtlichen Jugendleiterin Elfriede Dannerbauer. Die Kultur der Heimatregion beizubehalten und fortzuführen, war sein erklärter Wunsch.
„Fleißig hams probt, unsere Kinder und Jugendlichen.“, stellte Bezirksjugendleiterin Monika Hutterer dem folgenden bunten Geschehen an den Anfang. Neben den Gotthardsberglern waren auch noch die Vereine Hirmonstaler Bischofsmais, Heimatverein Kollnburg, Kreuzstraßler Patersdorf, D’Teisnachtaler Ruhmannsfelden und Waldler Viechtach gekommen, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Ein besonderer Gruß galt der Fahnenmutter des Waldgaues, Elfriede Dannerbauer, Gaujugendreferentin Petra Eggersdorfer und ihrem designierten Nachfolger Marco Peschl, Gauvolkstanzreferent Eugen Sterl und die weiteren Mitglieder der Gauvorstandschaft, Gau-Ehrenmitglied Sepp Schiller sowie Fahnenmutter Cläre Kiermayer.
Und dann legten die schon erwartungsvoll wartenden Buben und Mädchen los. 30 Programmpunkte waren es, die dem Publikum kurzweilige Stunden bescherten. Als sie auf dem Tanzparkett ihr Können zeigten, hatten sie die ungeteilte Aufmerksam aller Zuschauer. Den Anfang machte der figurenreiche Auftanz, bei dem alle mitmachen konnten. Weiter Tänze der Kinder- und Jugendgruppen waren der Kikeriki, Duscherl-Polka, Ennstaler Polka, Schwarzer Peter, Kuckuckspolka, Sternpolka, Schuasta-Polka, Lunzer Boarische usw., die die volle Bandbreite traditioneller Kindertänze zeigten. Die flotte Schrittfolge des Tanzes „Oh Susanna“ (einem Squaredance gleich) animierte die Zuschauer zum Mitklatschen. Dargebracht wurde er von den Gotthardsberglern in Erinnerung an die Auswanderer und die damaligen schlechten Zeiten. Der „Hans bleib do“ wurde gemeinsam getanzt und beendete den ersten Teil des Programms.
Mit der „Heuhupfa-Polka“ und dem Zwiefachen „S’Suserl“ warteten Eva Schraml und Theresa König auf ihrem eher ungewöhnlichen, aber gekonnt gespielten Instrument Okarina (wörtlich „kleine Gans“, eine Kugelflöte) auf, begleitet von Stefan Schraml auf der Gitarre. Mit zwei Musikstücken ließen sich auch die Mädchen der Glöcklergruppe aus Kollnburg hören. Die von den Kirchberger Kindern dargebrachten Lieder „Da kloane Pinzka“ und „Heißerl bschlogn“, ein Tanz, den sie mit elf Paaren aufführten, stammten aus der Feder von Ferdinand Neumaier. Mit ihrem glasklaren Sopran riss die 12-jährige Eva Schraml beim Lied „Da Heuschreck“ (auch von Neumaier) die Zuhörer zu Beifallsstürmen hin.
Eine weitere Hommage an den berühmten Heimatkomponisten war das gemeinsam gesungene „Mia san vom Woid dahoam“ am Schluss des Programms, in das alle Akteure und Zuschauer kräftig einstimmten. Ein kräftiger Schlussapplaus des Publikums würdigte die Leistungen der jungen Trachtler. Zusammen mit Gaujugendreferentin Petra Eggersdorfer übergab Monika Hutterer die Teilnehmerurkunden an die Vereins-Jugendleiterinnen. Für die Kinder und Jugendlichen waren die „Überraschungstüten“, die ein Trachtler-Memory und Süßigkeiten enthielten, bestimmt. Bereits als Sammlerobjekte werden die eigens hergestellten Buttons gehandelt. (kpt)
Bildunterschrift zu ko-kpt-Bezirksjugendtag in Kirchberg 1: Die Ehrengäste verfolgten gespannt das Geschehen.

Bildunterschrift zu ko-kpt-Bezirksjugendtag in Kirchberg 2:
Der Auftanz gab den Auftakt zum Geschehen.

Bildunterschrift zu ko-kpt-Bezirksjugendtag in Kirchberg 3: Die Jugendgruppe vom Heimatverein Kollnburg brachten den Bandltanz dar.

Bildunterschrift zu ko-kpt-Bezirksjugendtag in Kirchberg 4: Frisch, frei und glockenhell war der Gesangsvortrag von Eva Schraml aus Kirchberg, die den „Heuschreck“ besang.

Bildunterschrift zu ko-kpt-Bezirksjugendtag in Kirchberg 5: Ein herzerfrischendes Bild gaben auch die Nachwuchstrachtler der „Waldler“ aus Viechtach.

Bildunterschrift zu ko-kpt-Bezirksjugendtag in Kirchberg 6: Die eher seltene Okarina war das bevorzugte Instrument von Eva Schraml und Theresa König.

Bildunterschrift zu ko-kpt-Bezirksjugendtag in Kirchberg 7: Ein jeder fängt einmal klein an: die Kollnburger Trachtler-Kinder beim „Kikeriki“.

Bildunterschrift zu ko-kpt-Bezirksjugendtag in Kirchberg 8: Das Handwerk des Schusters zeigten die „Kreuzstraßler“ Patersdorf bei der Schusterpolka.

Bildunterschrift zu ko-kpt-Bezirksjugendtag in Kirchberg 9: Der gastgebende Verein Gotthardsbergler beherrschte auch die Kreuzpolka vortrefflich.

Bildunterschrift zu ko-kpt-Bezirksjugendtag in Kirchberg 10: Die junge Glöcknergruppe aus Kollnburg wurde von Sigrid Penzkofer auf dem Akkordeon begleitet.

Bildunterschrift zu ko-kpt-Bezirksjugendtag in Kirchberg 11: Vom „Kloana Pinzka“ sangen die Kirchberger Jugendlichen.

Bildunterschrift zu ko-kpt-Bezirksjugendtag in Kirchberg 12: Der „Schwarze Peter“ gelang den Bischofsmaiser Kindern sehr gut.

Bildunterschrift zu ko-kpt-Bezirksjugendtag in Kirchberg 13: Sehr flott gespielt und hervorragend getanzt: „Oh Susanna“ vom Kirchberger Verein.

Bildunterschrift zu ko-kpt-Bezirksjugendtag in Kirchberg 14:
Die „Nationalhymne der Waidler“, das von Ferdinand Neumaier 1938 komponierte „Mia san vom Woid dahoam“ wurde zum Abschluss gemeinsam gesungen.

Bericht und Bilder: Regina Pfeffer

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg